{"id":453,"date":"2019-01-24T12:19:05","date_gmt":"2019-01-24T11:19:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwetter.de\/blog\/?p=453"},"modified":"2019-01-28T13:02:19","modified_gmt":"2019-01-28T12:02:19","slug":"wer-verdient-wieviel-an-einem-online-verkauften-konzertticket","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schwetter.de\/blog\/?p=453","title":{"rendered":"Wer verdient wieviel an einem online verkauften Konzertticket?"},"content":{"rendered":"<p>Das fragt sich vermutlich mancher Ticketk\u00e4ufer. Und mit dieser Frage kam Anfang Januar <a href=\"http:\/\/musikwirtschaftsforschung.de\/\">\u00fcber die GMM<\/a> <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/konzerttickets-sind-haupteinnahmequelle-fuer-musiker?fbclid=IwAR2K1OJ1RynwKNHCCi9sBP1VUE-vTqNheBsBu3-xaT7WO3BFY_pDIsGPIBE\">ein Redakteur des Radiosenders Deutschlandfunk Nova auf mich zu<\/a>. Um sie beantworten zu k\u00f6nnen, startete ich kleine Recherche. Ich wollte mein Wissen auf den neuesten Stand bringen und musste feststellen: Zur Preiszusammensetzung von Online-Tickets gibt es kaum etwas im Netz und auch nicht in der Musikforschung. Also habe ich mich entschlossen, bei Praktiker*innen nachzufragen und einige vorl\u00e4ufige Erkenntnisse f\u00fcr die werten Leser*innen zusammenzustellen. Mein Blogeintrag stellt keine empirische Studie dar, sondern ist das Ergebnis einer Sichtung der Forschungsliteratur, einer Netz-Recherche und einer kleinen informellen Anfrage bei einem Konzertveranstalter und einem Musiker, der sich selbst vermarktet. Die Angaben dieser beiden Personen, die miteinander gesch\u00e4ftlich nicht verbunden sind, decken sich weitestgehend und werden hier als ein kleiner, hoffentlich aufschlussreicher Einblick in die m\u00f6gliche Preisgestaltung von Konzerttickets pr\u00e4sentiert. F\u00fcr wissenschaftlich belastbare Zahlen m\u00fcsste eine gr\u00f6\u00dfere Stichprobe hinzugezogen werden.<\/p>\n<p>Der Beitrag folgt der Logik der Preiszusammensetzung und wird sich daher zuerst mit den Musiker*innen und Konzertveranstaltern, und danach mit den Onlineh\u00e4ndlern besch\u00e4ftigen. Anschlie\u00dfend mache ich eine Modellrechnung und errechne idealtypisch die prozentuale Aufteilung eines online f\u00fcr ca. 30,- \u20ac gekauften Konzerttickets.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><!--more-->What\u00b4s up?<\/h2>\n<p>\u00dcber Preise f\u00fcr Konzerttickets wird viel gesprochen. Steigende Konzertpreise werden moniert oder es geht um die Frage, ob Online-Ticketh\u00e4ndler wie CTS\/Eventim angemessene Provisionen nehmen oder ob sie zuviel einstreichen. Im Hintergrund dieser und anderer Auseinandersetzungen steht eine Verschiebung der Einnahmen am Musikmarkt. Bis in die 1990er Jahre waren Tontr\u00e4ger wie Schallplatten und CDs die wichtigste Einnahmequelle f\u00fcr K\u00fcnstler*innen und Plattenfirmen waren entsprechend m\u00e4chtig. Das Livekonzert war eine Werbema\u00dfnahme f\u00fcr den Verkauf von Tontr\u00e4gern. Dies hat sich in den 2000er Jahren gewandelt. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Tontr\u00e4gern sind massiv geschrumpft, der Handel mit mp3-Dateien und das Streaming haben (noch) keinen vergleichbaren Umfang erreicht. Heute ist es daher umgekehrt: Das Konzert stellt eine zentrale Einnahmequelle f\u00fcr K\u00fcnstler*innen dar, und die Ver\u00f6ffentlichung von Songs und Alben ist eine Werbema\u00dfnahme f\u00fcr die Liveauftritte.<\/p>\n<p>Dieser Wandel wirkt sich nicht nur auf die Preise aus, sondern ver\u00e4ndert auch die Machtverh\u00e4ltnisse im Musikmarkt. Neue Akteure entstehen und nehmen Einfluss auf das Geschehen. Einen interessanten Marker setzte Madonna, als sie sich 2007 entschied, statt mit einer Plattenfirma <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/millionendeal-madonna-verlaesst-warner-fuer-konzertveranstalter-a-511887.html\">einen Vermarktungsvertrag f\u00fcr ihre Musik mit einem US-amerikanischen Ticketh\u00e4ndler<\/a> abzuschlie\u00dfen. Der deutsche Ticketh\u00e4ndler CTS Eventim erwirtschaftete <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/dienstleister\/tickethaendler-cts-eventim-ueberspringt-beim-umsatz-die-milliardengrenze\/21100786.html?ticket=ST-2288954-eTNcPRlQgNWcDriHUJL1-ap1\">in 2017 erstmals \u00fcber eine Milliarde Euro<\/a> und damit \u00fcber 25 % mehr als im Vorjahr.<\/p>\n<p>Mit diesen Ver\u00e4nderungen besch\u00e4ftigt sich auch die Popmusikforschung. Zum Aufstieg der gro\u00dfen US-amerikanischen Online-Ticketh\u00e4ndler Live-Nation und Ticketmaster <a href=\"https:\/\/musikwirtschaftsforschung.wordpress.com\/2011\/09\/19\/ticket-masters-teil-1-das-elektronische-ticketing-revolutioniert-das-live-musikbusiness\/\">kann man beispielsweise hier einiges lesen<\/a>. Zum deutschen Ticketmarkt gibt es bisher wenig Forschungen, und zu der spannenden Frage: wer verdient wieviel an einem Online-Konzertticket? gibt es kaum \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Quellen. Das liegt zun\u00e4chst einmal daran, dass die Aufteilung der Einnahmen Gegenstand von Vertr\u00e4gen zwischen den beteiligten Unternehmen sind. Diese werden teilweise individuell ausgehandelt und unterliegen auf jeden Fall dem Gesch\u00e4ftsgeheimnis. Wie in allen M\u00e4rkten bilden sich jedoch auch hier branchen\u00fcbliche Standards und Gepflogenheiten, \u00fcber die sich Forscher*innen in vertraulichen Gespr\u00e4chen mit Marktteilnehmern informieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Wie entsteht der Ticketpreis?<\/h2>\n<p>Die Grundlage der Preisgestaltung von Konzerttickets bildet der sogenannte Kartengrundpreis. Er wird zwischen dem jeweiligen lokalen Konzertveranstalter und dem K\u00fcnstler oder seinen Vertretern vereinbart. Die Einahmen dieses Kartengrundpreises werden zwischen beiden aufgeteilt. Momentan sind dies meist Beteiligungsvertr\u00e4ge: Der Konzertveranstalter erh\u00e4lt zur Zeit zwischen 40 und 50 %, das K\u00fcnstlermanagement 50 bis 60 % der Einahmen. Von seinem Anteil muss der lokale Veranstalter alle lokalen Kosten tragen: Die Miete f\u00fcr die Konzerthalle, GEMA, Tontechnik, Unterbringung der K\u00fcnstler*innen, Catering, lokale Werbung etc. Je nach dem, wie die K\u00fcnstler*innen ihre Vermarktung organisieren, werden die anderen 50 bis 60 % an verschiedene Parteien verteilt. In der Regel \u00fcbernimmt eine Booking-Agentur das Buchen und die Organisation der Tournee, hierf\u00fcr nehmen die Agenturen 10 bis 20 % vom K\u00fcnstleranteil am Kartengrundpreis. Der Rest bleibt f\u00fcr die K\u00fcnstler*innen und weitere Partner, mit denen sie zusammenarbeiten. Wieviel davon tats\u00e4chlich bei ihnen ankommt, h\u00e4ngt davon ab, in welche Vertr\u00e4ge mit weiteren Partnern sie eingebunden sind.<\/p>\n<p>Hier gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten, spielen wir einmal zwei kontrastierende F\u00e4lle durch. Nehmen wir erstens eine*n selbst\u00e4ndige Musiker*in, die sich selbst vermarktet. Wenn sie alles selbst organisiert, kommen diese 45 % bei ihr an. Sie muss mit dieser Gage den Hauptteil der Werbekosten bezahlen, die mit der Tournee zusammenh\u00e4ngen: Das Design und den Druck von Werbematerialien (z.B. Plakate), die an die lokalen Veranstalter verschickt werden. Dann muss sie \u00fcberlegen, ob und wo sie weitere Werbung schaltet: auf Onlineportalen, in Printmagazinen, und sich um eine redaktionelle Begleitung der Tournee in Form von Interviews etc. k\u00fcmmern. Meist wird eine Tournee zusammen mit der Ver\u00f6ffentlichung eines Musikalbums geplant, dann kommen noch Kosten f\u00fcr die Musikproduktion, Herstellung und Werbung f\u00fcr das Album hinzu, die auch (zumindest teilweise) durch die Einnahmen der Live-Auftritte refinanziert werden m\u00fcssen. Um auf der Tournee weitere Einnahmen neben der Gage zu erm\u00f6glichen, werden Merchandising-Artikel hergestellt und auf der Tournee verkauft. Auch dies muss organisiert und vorfinanziert werden. Wenn die K\u00fcnstler*in es schafft, gen\u00fcgend Einnahmen zu erwirtschaften, kann sie Menschen f\u00fcr diese Arbeiten bezahlen: eine Promotion-Agentur beauftragen oder ein Management, dass gegen Gehalt oder prozentuale Beteiligung die Organisation all dieser Aufgaben \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>Der kurze \u00dcberblick \u00fcber die mit der Tourneeplanung zusammenh\u00e4ngenden Aufgaben macht klar, dass von au\u00dfen nur schwer abzusch\u00e4tzen ist, wieviel eine K\u00fcnstler*in im konkreten Fall an einem Konzertticket verdient. Dies h\u00e4ngt (wie bei anderen Unternehmungen auch) vor allem vom Verh\u00e4ltnis der Tournee- und weiterer Kosten zu den Einnahmen ab.<\/p>\n<p>Nehmen wir nun an, die K\u00fcnstler*in hat einen Vertrag mit einer gro\u00dfen Plattenfirma. Bis in die 2000er Jahre h\u00e4tte dies die Konzerteinnahmen nicht tangiert, weil die K\u00fcnstler*innen Tourneen wie in Fall eins dargestellt organisiert haben. Die Plattenfirmen sahen Konzerte als Promotionsma\u00dfnahme und damit als Kostenfaktor an, f\u00fcr der Finanzierung sie vielleicht einen Zuschuss beisteuerten. An den Einnahmen waren sie nicht beteiligt. Dies \u00e4nderte sich in den 2000er Jahren aufgrund der sinkenden Einnahmen aus den Tontr\u00e4gerverk\u00e4ufen. Die gro\u00dfen Plattenfirmen erfanden den sogenannten \u201e360 Grad Deal\u201c, einen Vertrag, der Anteile an den Erl\u00f6sen aus allen Aktivit\u00e4ten verlangt, die mit der Vermarktung der Musik zusammenh\u00e4ngen, also auch aus den Konzerteinnahmen. Die Plattenfirmen begr\u00fcnden dies damit, dass sie nach wie vor die Hauptarbeit und Kosten tragen, um die bei ihnen unter Vertrag stehenden K\u00fcnstler*innen bekannt (und die Konzerthallen voll) zu machen. K\u00fcnstler*innen mit einem solchen Vertrag geben einen bestimmten Anteil ihrer Einnahmen aus Konzerten und Merchandising an das Label ab. Wie hoch dieser Anteil ist, bleibt in der Regel vertraulich und m\u00fcsste im Rahmen einer Studie unter Marktteilnehmern erhoben werden. Gegenw\u00e4rtig gibt es dazu keine verl\u00e4sslichen Angaben. (Anm.: Bitte schreibt mir, falls ihr eine interessante Quelle kennt, die ich \u00fcbersehen habe!) Die Vertr\u00e4ge werden individuell ausgehandelt. In manchen F\u00e4llen \u00fcbernimmt das Majorlabel auch Marketingkosten und Organisation der Tournee durch eine eigene Abteilung im Haus oder in Zusammenarbeit mit einem Konzertveranstalter (siehe das Beispiel Selig). Auch hier kann also nicht pauschal gesagt werden, wieviel am Ende f\u00fcr die Musiker*innen \u00fcbrig bleibt.<\/p>\n<h2>Ein Rechenbeispiel<\/h2>\n<p>Was wir jedoch kl\u00e4ren k\u00f6nnen, ist, wie hoch in der Regel der Anteil f\u00fcr das K\u00fcnstlermanagement im Vergleich zum Gesamtpreis ist. Am Besten l\u00e4sst sich dies an einer Beispielrechnung verdeutlichen. Wir machen die Rechnung f\u00fcr ein Konzertticket, das im Onlinehandel 30,40 \u20ac kosten w\u00fcrde. Dieses Ticket hat einen Kartengrundpreis von 27,- \u20ac. Davon bekommt das K\u00fcnstlermanagement 45 % (60 % minus 15 % f\u00fcr die Booking-Agentur), das sind 13,77 \u20ac. Der Kartengrundpreis ist jedoch nicht der Endpreis f\u00fcr den Verbraucher: Auf diesen Preis schlagen die Kartenvorverkaufsstellen in der Regel 10 % auf \u2013 auch die Online-Plattformen. Hinzu kommen, gerade im Online-Bereich, noch verschiedene Geb\u00fchren, \u00fcber die manche Portale versuchen, ihren Anteil am Gesamtpreis zu erh\u00f6hen. Eventim verlangt beispielsweise pro Ticket eine Systemgeb\u00fchr von den Anbietern, aktuell ist dieser in 2 Stufen gestaffelt: 70 cent bei einem Kartengrundpreis bis 27,- \u20ac, 1,20 \u20ac bei teureren Karten.<\/p>\n<p>Eine weitere Geb\u00fchr wurde im August 2018 <a href=\"https:\/\/www.backstagepro.de\/thema\/service-gebuehr-fuer-online-tickets-von-cts-eventim-auch-in-letzter-instanz-fuer-unzulaessig-erklaert-2018-08-27-FYqPMpnRlZ\">in letzter Instanz vom Bundesgerichtshof gekippt<\/a>: Eventim hatte f\u00fcr das Selbstausdrucken von Tickets am heimischen Computer 2,50 \u20ac Servicegeb\u00fchr verlangt. Dies sah das Gericht als nicht gerechtfertigt an, da dem Unternehmen durch das Selbstausdrucken der Kunden zuhause keine Kosten entstehen.<\/p>\n<p>Aktuell setzt sich der Preis f\u00fcr ein im Vorverkauf f\u00fcr 30,40 \u20ac verkauftes Konzertticket in dem f\u00fcr selbst\u00e4ndig t\u00e4tige K\u00fcnstler*innen idealtypisch nachgezeichneten Fall wie folgt zusammen:<\/p>\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>Online &#8211; Ticketh\u00e4ndler<\/td><td>11 %<\/td><\/tr><tr><td>Lokaler Veranstalter<\/td><td>36 %<\/td><\/tr><tr><td>Booking &#8211; Agentur<\/td><td>10,5 %<\/td><\/tr><tr><td>K\u00fcnstler*innen &#8211; Management<\/td><td>10,5 %<\/td><\/tr><tr><td>K\u00fcnstler*in<\/td><td>32 %<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Wie bereits weiter oben beschrieben, werden die prozentualen Anteile von K\u00fcnstler*in und Management bei Vertr\u00e4gen mit Major-Plattenfirmen anders aufgeteilt, der Rest ist vergleichbar. Der Einfachheit halber wurden der Aufteilung die Bruttosummen (also inkl. Umsatzsteuer) zugrunde gelegt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Ist die Zusammensetzung des Online-Preises f\u00fcr Konzertkarten nun gerechtfertigt? Der Konzertmarkt ist generell kein leichtes Gesch\u00e4ft, hier wird mit harten Bandagen gek\u00e4mpft, auch wenn steigende Einnahmen zu verteilen sind. Der klassische \u201eDoor Deal\u201c, nachdem die Einnahmen zwischen K\u00fcnstlermanagement und Veranstaltern aufgeteilt werden, hat sich bew\u00e4hrt, aber die Prozentanteile ver\u00e4ndern sich. Waren in den 1990er Jahren noch 70\/30 Aufteilungen \u00fcblich, so sind es heute 60\/40 bis 50\/50 mit weiter steigender Tendenz des Anteils der Veranstalter. Zudem verlangen immer mehr von ihnen, dass die K\u00fcnstler*innen ihre \u00dcbernachtung selbst organisieren und bezahlen. Diese Verschiebungen weisen auf Ver\u00e4nderungen im Konzertmarkt hin. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr m\u00fcssten erforscht werden. M\u00f6glicherweise zeigen die Ver\u00e4nderungen steigende Kosten und\/oder zunehmende Macht auf der Veranstalterseite an. Die 10 % plus f\u00fcr die Online-Kartenh\u00e4ndler sind ebenfalls in Bewegung, dieses Segment ist hei\u00df umk\u00e4mpft. In den USA hat eine Studie zu Live-Nation ergeben, dass dort bis zu 25 % des Ticketpreises an die Verkaufsplattform gehen. Dies ist ein sicherlich viel zu hoher Anteil, wenn man bedenkt, dass der Verkauf im Kern lediglich eine automatisierte Dienstleistung darstellt. Generell gilt: Je gr\u00f6\u00dfer die Tendenz zum Monopol ist, umso h\u00f6her ist der Anteil, den der Onlinehandel absch\u00f6pfen kann. Die Marktf\u00fchrer in den USA haben dies erreicht, indem sie exklusive Vertr\u00e4ge mit Veranstaltungsorten und Veranstaltern geschlossen haben. Wer \u00fcber einen solchen Anbieter Karten verkauft, darf sie nicht bei anderen Plattformen anbieten. <a href=\"https:\/\/www.backstagepro.de\/thema\/bundeskartellamt-untersagt-eventim-exklusivvertraege-mit-veranstaltern-und-vorverkaufsstellen-2017-12-07-zXZQxpGqss\">Eben solche Vertr\u00e4ge hat das Bundeskartellamt 2017 dem deutschen Anbieter CTS Eventim untersagt.<\/a><br> Der Einfluss von Eventim ist in den letzten stark gewachsen. Dabei geht es nicht nur um den Verkauf, sondern auch um Einfluss im Marketing: Konzert-Tourneen, die Eventim \u00fcber seine Webseite oder Newsletter an seine vielen Kunden bewirbt, haben einen klaren Vorteil. \u00dcber Werbevertr\u00e4ge mit Konzertagenturen kann Eventim zus\u00e4tzliche Einnahmen generieren und Einfluss am Musikmarkt aufbauen. Die Entwicklung im Online-Ticketverkauf ist im Fluss. Wie auch an anderen M\u00e4rkten k\u00f6nnen die Konsument*innen eine eventuelle Monopolbildung verlangsamen, indem sie Tickets auch bei kleineren Anbietern kaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das fragt sich vermutlich mancher Ticketk\u00e4ufer. Und mit dieser Frage kam Anfang Januar \u00fcber die GMM ein Redakteur des Radiosenders Deutschlandfunk Nova auf mich zu. Um sie beantworten zu k\u00f6nnen, startete ich kleine Recherche. 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