Liste mit Corona-Virus Aktionen für Kreative

(zuletzt aktualisiert am 26.03.2020)

Die Maßnahmen gegen das Corona-Virus treffen als erstes die Kultur- und Kreativwirtschaft. Da gilt es, schnell gegenzusteuern. Hier ist eine – notwendigerweise unvollständige – Liste mit Aktivitäten, die sich um Ausgleich für Kreative bemühen. Sie wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Hinweise können gerne an holger (kringel) schwetter.de gesendet werden. Gute Infos gibt es auch auf der täglich aktualisierten Seite des VUT.

Update 23.03.2020: Mittlerweile gibt es weitere Informationssammelstellen im Netz. Einen guten Überblick über Unterstützungsmaßnahmen gibt ein Pad von Kreatives Deutschland, an dem auch jeder mitschreiben kann.

Update 29.03.2020: Da es inzwischen immer mehr Listen zu bundes- oder landesweiten Fördermöglichkeiten gibt, aktualisiere ich ab jetzt nur noch die lokalen Aktionen.

lokal (Raum Osnabrück)

Der Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück bittet alle Betroffenen, an ihrer Erhebung zu Schäden und Einbußen durch die Corona-Krise teilzunehmen. Der FB Kultur will die Infomationen sammeln, um Hilfesmaßnahmen zu entwickeln und mit Bund und Land zu verhandeln.

Die Osnabrücker Gastronomen (Stadt und Landkreis) wenden sich am 18.03.2020 mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Griesert: „… bei uns stehen die Uhren mittlerweile auf 2 Minuten vor 12„. Sie fordern Kostenübernahmen.

Das Whisky´s hat eine Spendenaktion mit dem Spendenziel 5.000,- € gestartet, um die Fixkosten der kommenden Wochen zahlen zu können.

Aucxh das Dirty + Dancing hat nun eine Spendenkampagne gestartet und möchte 10.000,- € sammeln.

national (Ecke Deutschland) und mehr

In Niedersachsen können Soloselbständige, Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten können einen einmaligen Liquiditätszuschuss von bis zu 20.000 Euro beantragen. Es gibt eine Staffelung:

  • bis 5 Beschäftigte: 3.000 Euro
  • bis 10 Beschäftigte: 5.000 Euro
  • bis 30 Beschäftigte: 10.000 Euro
  • bis 49 Beschäftigte: 20.000 Euro

Anträge werden über das Kundenportal der NBank gestellt.

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt einmalig 2.000,- € Soforthilfe für selbständige Künstler*innen zur Verfügung. Benötigte Unterlagen: Nachweis der KSK Mitgliedschaft, abgeschlossene Verträge und Bestätigung über den Ausfall. Hier geht es zum Antragsformular.

Die Deutsche Orchester-Stiftung hat einen Nothilfe Fond aufgelegt und bittet um Spenden. Man kann dort auch Bedarf anmelden: https://orchesterstiftung.de/nothilfefonds/

Die GVL bietet als Nothilfe eine Einmalzahlung von 250,- €: https://www.gvl.de/gvl/aktuelles/corona-krise-nothilfe-fuer-berechtigte (*Vielen Dank an meine Studierenden für diesen Tipp.)

Die GEMA will laut Pressemitteilung vom 20.03.2020 40 Millionen Euro als Soforthilfe bereitstellen. „Der „Schutzschirm LIVE“ richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund flächendeckender Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der „Corona-Hilfsfonds“ stellt finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle im Rahmen der sozialen und kulturellen Förderung bereit. Detaillierte Informationen zum Nothilfe-Programm (Berechtigte, Antragstellung, Auszahlung, etc.) wird die GEMA im Laufe der kommenden Woche auf www.gema.de veröffentlichen.“

Die Gewerkschaft ver.di hat eine „Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender“ veröffentlicht. Dort werden Tipps gegeben, was Selbständige jetzt tun können, z.B. ihre Verdienstausfälle dokumentieren. Zudem gibt es Listen mit Handlungsmöglichkeiten für Konsument*innen, Kommunen, Lobbyorganisationen u.a.

Das Musikland Niedersachsen hat eine FAQ zum Thema Corona für freischaffende Musiker*innen und Kultureinrichtungen zusammengestellt und zudem eine Telefon-Sprechstunde für Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmer*innen in der Musikbranche eingerichtet: Di. – Do. 14:00 bis 16:00 Uhr.

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind. Bei bis zu 5 Erwerbstätigen gibt es 5.000 Euro. Die Antragstellung soll sehr einfach sein.

Der Berliner Senat hat ein ähnliches Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmen und Soloselbstständige aufgelegt. Dort können 5.000,- € beantragt werden, die für die nächsten drei (Kleinunternehmen) bzw.sechs (Soloselbständige) Monate reichen sollen. Danach kann, wenn nötig, ein erneuter Zuschuss beantragt werden.

Das Musikland Niedersachsen ruft dazu auf, sich bis zum 25.03.2020 an ihrer Umfrage zu wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Musikkultur in Niedersachsen zu beteiligen. „Mit Hilfe der Erkenntnisse können dringend benötigte Handlungsempfehlungen angestoßen werden.“

Nochmal Niedersachsen: Der Arbeitskreis der freien Kulturverbände AKKU ist im Gespräch mit dem  Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Ziel von AKKU ist es laut Email der Sprecher*innen „möglichst viele Mittel aus dem von der Landesregierung gestern beschlossenen Nachtragshaushalt für Nothilfemaßnahmen zu sichern.“ Um den Bedarf zuermitteln, hat AKKU eine Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Kulturbereich online geschaltet.

Kreatives Sachsen hat eine Umfrage gestartet, die sich an alle Kreativen in Deutschland richtet: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSf3w5LebAGII1I8Jppu0sl_A1SWKjMTZi-fTtGB6mq_2JO3OQ/viewform

Ein erstes Zwischenergebnis zu den erwarteten Umsatzeinbußen gibt es hier: https://www.kreatives-sachsen.de/2020/03/13/pressemitteilung-zur-umfrage/

Der deutsche Musikrat fordert ein Grundeinkommen für Musiker*innen: 6 Monate je 1.000,- € https://www.musikrat.de/aktuelles/detailseite/coronakrise-deutscher-musikrat-fordert-befristetes-grundeinkommen

und hat eine Umfrage unter Musik-Institutionen gestartet: https://www.surveymonkey.de/r/XZJSKBZ

Der VUT fordert 3,9 Milliarden Soforthilfe für die Musikwirtschaft https://www.vut.de/vut/aktuelles-vut/artikel/details/folgen-des-coronavirus-betreffen-die-gesamte-musikwirtschaft-vut-fordert-hilfsfonds-in-hoehe-von-3/

ES gibt eine Petition für die Unterstützung von Freiberuflern: https://www.openpetition.de/petition/online/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns-2

und hier ein Beschluss der Kultusminister, in dem sie wirtschafltliche Unterstützung für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende fordern: https://www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2020/03/KMK13-03-2020.jpg

Bandcamp verzichtet am Freitag, den 20.03. auf die Provision für alle Verkäufe. https://daily.bandcamp.com/features/bandcamp-covid-19-fundraiser

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