Kurzes Update zu großen Veränderungen

Eigentlich schreibe ich hier im Blog nichts Privates, doch jede Regel hat ihre Ausnahme. In den letzten drei Jahren hat sich bei mir viel verändert. Nach 18 Jahren in einer westfälischen Bauerschaft bei Osnabrück (Danke, Seeste!) bin ich nach Kassel gezogen, mitten in die Innenstadt. Meine Ehe ist Geschichte. Von Korf liegt auf Eis.
Seit Januar 2024 habe ich einen neuen Job: Ich leite die Abteilung Kulturförderung und -beratung im Kulturamt der Stadt Kassel. Das ist herausfordernd, aber auch sehr spannend. Und reichlich genug zu tun, meine Selbständigkeit habe ich gen 0 zurückgefahren, nur an der Universität Kassel bin ich noch aktiv. Dort habe ich 2024 meine schriftliche Habilitation eingereicht und halte morgen meine Probevorlesung. Das Thema lautet: Geschichte der Trennung von Unterhaltungsmusik und Ernster Musik seit dem 19. Jahrhundert, ihre Institutionalisierung in der GEMA und ihre mögliche Aufhebung in der Gegenwart.
Mal schauen, was dabei herauskommt. Stay tuned!

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Musik & Krisen

Lange hat es gedauert, aber nun ist es endlich soweit: Der während der Corona-Pandemie begonnene wissenschaftliche Sammelband „Musik & Krisen“ wurde im Herbst 2024 veröffentlicht. Zusammen mit einigen Kolleg*innen habe ich den Band im Rahmen der Jahrbücher für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung herausgegeben. Besonders hervorheben möchte aus diesem Band den Beitrag „Behind The Scenes. Genderspezifische Strukturen in der deutschen Populärmusikindustrie am Beispielbereich Booking„. Hierbei handelt es sich um die erste empirische Studie zur beruflichen Situation von cis und Trans Frauen in Booking-Agenturen in Deutschland. Wenig überraschend stellt die Autorin Astrid Stoltenberg fest, dass die Machtstrukturen in Booking-Agenturen hochgradig gegendert sind. Eine lohnenswerte Lektüre.

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Von Korf „Es ist Frühling“

Hier auf dem Land in Westfalen wird das Wetter schon seit Jahren im Frühjahr und Sommer immer trockener. Für meine Band Von Korf habe ich ein lustig paranoides Frühlingslied geschrieben und passend zum Frühlingsanfang veröffentlicht. Die Bilder für das dazugehörige Video habe ich im April 2021 in der Bauernschaft aufgenommen, in der ich wohne. Die Sonne brennt, und ein starker Wind weht den wertvollen, trockenen Ackerboden hinfort wie ein Sandsturm.

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Yoko Ono und der lange Arm der männlichen Musikpresse

Leserbrief zum Artikel „Stellt euch bloß vor“ (Yoko Ono zum 90. Geburtstag), von Willi Winkler. 18.02.2023, Feuilleton, Süddeutsche Zeitung.

1965 hat Yoko Ono´s Performance „Cut Piece“ in Tokyo Premiere. Sie setzt sich hin, legt eine Schere vor sich, und jeder Besucher darf ein Stück ihrer Kleidung abschneiden. Lange vor Marina Abramovic macht Yoko Ono mutig ihren eigenen Körper zum Kampfplatz, zeigt so auf ganz einfache Art das Ausmaß und die Alltäglichkeit der Gewalt gegen Frauen und wie sie sie täglich still erdulden. Der Minimalismus eines scheinbar einfachen Konzepts, das ins Schwarze trifft – das wird ihr am Schnittpunkt von minimal art und Zen geschultes Markenzeichen.

Als John Lennon 1966 in London auf ihre Kunst trifft, erkennt er ihre Genialität sofort und findet in ihr eine kreative Partnerin, mit der er auf Augenhöhe agieren kann.

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Musikvideo „Mein Gesicht“

Wladislaw Warkentin hat schon für das Von Korf Musikvideo zu „Hilfe im Angebot“ Regie geführt. Vor einiger Zeit kam er mit einer Idee für den zweiten Song der Single, „Mein Gesicht“ auf uns zu. Er hat die zentrale Aussage des Songs „In meinem Gesicht ist heute wieder einmal gar nichts los“ einfühlsam und minimalistisch umgesetzt. Vielen Dank an Wladislaw für diesen schönen kleinen Musikfilm!

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Zwei neue wissenschaftliche Beiträge

In der letzten Woche war in Wien die gemeinsame Tagung der IASPM-DACH und der GfPM unter dem Titel Parallelgesellschaften. Beide Fachgesellschaften haben auf dieser Tagung ihre Publikationen vorgestellt, und wie es der Zufall wollte, bin ich in beiden vertreten. Es freut mich sehr, dass nun zwei neue Beiträge von mir erscheinen konnten.

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„Musikstandort Osnabrück“ – Baustein 4 der Kulturstrategie 2020/2030

Ist Osnabrück ein Musikstandort oder vielleicht sogar eine Musikstadt? Dieser Frage stellte sich der Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück nach Anregungen aus der Bürgerschaft und einem akuten Proberaumnotstand. Seit 2018 habe ich dieses Thema für die den Fachbereich Kultur bearbeitet. Nun liegen die Ergebnisse eines umfangreichen Beteiligungsprozesses, von mir verschriftlicht, als Baustein 4 der Kulturstrategie „Musikstandort Osnabrück“vor.

Das Ergebnis: Ja, Osnabrück ist ein Musikstandort und kann eine Musikstadt werden, wenn Musik als Thema in die strategische Entwicklung des Standorts einbezogen wird. Mehr Informationen finden Sie hier (link: https://www.osnabrueck.de/start/aktuelles/news/baustein-4-der-kulturstrategie-2020-2030-musikstandort-osnabrueck). Die Broschüre können Sie als PDF hier herunderladen (link:https://www.osnabrueck.de/kulturstrategie) oder als gedruckte Broschüre unter kultur@osnabrueck.deanfordern.

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Musikvideo für „Wörter fallen“

Im Juni kam das Album von Werner Kavermann und Von Korf heraus. Jetzt hat Werner ein erstes Video zu dem darin enthaltenen Song „Wörter fallen“ produziert. Es ist ganz im Stil seinen minimalistischen Künstlerfilme gehalten.

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Werner Kavermann und Von Korf Vinyl Album: Shoot Out the Light and Drink me Now

Und weiter geht es Schlag auf Schlag. Irgendwie kulminieren in 2022 viele Entwicklungen, die teilweise Jahre gedauert haben und resultieren in Veröffentlichungen.

„Dieses Album ist wie ein Geschenk! Die Songs fügten sich beinahe wie von selbst durch das Zusammenspiel und die Improvisationen aller beteiligter Musiker*innen. Das war eine überraschende und besondere Erfahrung.“ Werner Kavermann

Ein bildender Künstler mit einer prägnanten Stimme und eine gut eingespielte minimal-rock Band kommen 2020 zusammen, um Musik zu machen. Werner Kavermann bringt Songskizzen mit: Wortfetzen auf deutsch und englisch, Sätze, Akkorde. Ganz leicht und organisch entstehen daraus Lieder. Neun davon werden in zwei Tagen live in der Mühle der Freundscaft eingespielt und im Juni 2022 auf LP veröffentlicht: Shoot out the light and drink me now! Mit dabei auch Shabnam Parvaresh an der Bassklarinette.

Eine Musik im Geist des Blues, in der Tom Waits auf Krautrock und Element Of Crime trifft. Und das alles ganz entspannt. Mit Zeit und Tiefe. Und jetzt? Werner Kavermann meinte anfangs „aber ich werd kein Musiker!“ Ein Releasekonzert im Atelier, das reicht. Von diesem Abend am 18. Juni 2022 waren alle so begeistert, dass es nun noch ein paar mehr Konzerte geben soll. Gerne auch bei euch!

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Hilfe im Angebot – Neues Von Korf Video

Zur aktuellen Vinyl-Single von Von Korf gibt es nun das erste Video: Hilfe im Angebot!

Die Regie führte Wladislav Warkentin, das Drehbuch stammt aus meiner Hand, und viele Menschen haben uns geholfen. Gedreht haben wir auf der Studiobühne des Unordentlichen Zimmertheaters. Freut euch auf den ersten öffentlichen Auftritt des Spam Man. Viel Spass beim schauen!

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